Ray & Liz

Basierend auf den Erinnerungen an seine Kindheit, fokussiert sich Filmemacher und Fotograf Richard Billingham in Ray & Liz auf seine Eltern und deren Einfluss auf ihn und seinen jüngeren Bruder Jason. Die Billinghams leben in einem Vorort von Birmingham und wurschteln sich durch das Leben. Vater Ray ist dem Alkohol verfallen und säuft sich durch den Tag, während Mutter Liz übergewichtig ist und die Wohnung weiter dem Verfall überlässt. Dabei wird das ohnehin schon von Armut gekennzeichnete Leben von seltsamen Ritualen und gesellschaftlichen Tabubrüchen unterbrochen. In drei Episoden wird aus den schockierenden Erfahrungen seiner Kindheit im Black Country, dem schwarzen Land Englands berichtet.

“Ende der 1990er-Jahre wurde der aus Birmingham stammende englische Künstler Richard Billingham mit ebenso verstörenden wie anrührenden Fotografien seiner verwahrlosten Familie bekannt. Auf der Basis seiner Erinnerungen entfaltet er in seinem Spielfilmdebüt drei Episoden aus dem Leben seiner Eltern sowie seines jüngeren Bruders. Die Sensibilität für Bildkompositionen und Lichtstimmungen sowie ein enormes Gespür für das Zusammenspiel von Figuren, Raum und Ausstattung transzendieren den rohen Sozialrealismus des auf 16mm gedrehten Films. Die Erinnerung verwandelt sich dabei zum Stoff einer mitunter schmerzhaften Schönheit. – Ab 16.” (Filmdienst)

GB 2018, 108 Min., OmU, FSK: ab 12
R+B: Richard Billingham, K: Daniel Landin, D: Justin Salinger, Ella Smith, Patrick Romer, Deirdre Kelly, Tony Way, Sam Gittins, Joshua Millard-Lloyd